Timo Werner und der englische Fußball - könnte passen, oder? ⚽️ pic.twitter.com/DCLles1jys
— Sportschau (@sportschau) July 29, 2020
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Donnerstag, 30. Juli 2020
Wirklich schnell
Sonntag, 16. August 2015
#was (2): Über Auftaktsiege ohne Sauerkraut
Mit zwei Auftaktsiegen ist Bastian Schweinsteigers Einstand im Fußball-Mutterland zweifellos gelungen. Der Sunday Express unkte zwar nach seinem halbstündigen Debüt vor einer Woche bei Manchester Uniteds Auftakterfolg gegen Tottenham spöttisch, er habe wohl im Sommer zu viel Sauerkraut gegessen. Denn Schweinsteiger fehlte bei seinem 30-minütigen Debüt noch die Spritzigkeit und wirkte ob des flotten Spieltempos auf der Insel hie und da etwas schwerfällig.
Seinen zweiten Sieg landete Manchester United am Freitag Abend bei Aston Villa. Den goldenen Treffer des belgischen Youngsters Januzaj bejubelte Schweinsteiger von der Bank. Da Louis van Gaal seinem bayerischen Dirigenten wegen seiner Fitnessdefizite erneut die Joker-Rolle zudachte, kam Schweinsteiger wie in der Vorwoche nach einer Stunde für Michael Carrick ins Spiel. Van Gaal wird erfreut beobachtet haben, wie Uniteds Spiel dank Schweinsteigers Passgenauigkeit und Zweikampfstärke an Stabilität gewann. Der Telegraph notierte wohlwollend, dass Schweinsteigers Ruhe und ständige Präsenz im Mittelfeld lebensnotwendig für United gewesen seien.
Vor dem Bundesligaauftaktspiel des FC Bayern gegen den HSV war im Übrigen von den Bayern-Fans der Südkurve eine große Schweinsteiger-Choreographie geplant worden, in deren Verlauf 100 Styropor-Trikots mit Schweinsteigers Numero 31 hochgehalten werden sollte. Aus Brandschutzgründen untersagte die Stadt München den Fans diesen Tribut an ihr Idol.
Schweinsteiger wird es (vorerst) vielleicht verschmerzen können, hatten ihn die Fans im Old Trafford vor dem Tottenham-Match vor einer Woche überaus warmherzig mit Standing Ovations empfangen und zollten Mr. Schweinsteiger auch unter der Woche einen besonderen Tribut.
Thank you for this great picture, little fellow! @ManUtd pic.twitter.com/NdvLeo4NfP
— Basti Schweinsteiger (@BSchweinsteiger) 11. August 2015
Schau'n mer mal, wie der Empfang am Dienstag im Old Trafford in der Champions League-Quali gegen den FC Brügge ausfallen wird. Ob van Gaal Schweinsteiger wohl einen Platz in der Startelf reserviert? Immerhin sei er nah dran, topfit zu, sagte van Gaal Uniteds Hauskanal MUTV. Darf man etwa annehmen, dass es in Manchester keine einzige Dose Sauerkraut zu kaufen gibt?Freitag, 7. August 2015
#was (1): Es grüßt Mr. Schweinsteiger
Bastian Schweinsteiger und Manchester United. Da wird es sicher einige nette Geschichten zu erzählen geben. Einen Stammplatz in der first eleven konnte sich Schweinsteiger zwar noch nicht pünktlich zum englischen Saisonauftakt im Mittelfeld Uniteds sichern, da er Louis van Gaal noch nicht fit genug ist. In Sachen Stammplatz auf, respektive an, der Tribüne des Old Trafford ist Mr. Schweinsteiger da allerdings ungleich weiter, begrüßt er doch die geneigten Besucherinnen und Besucher von einem riesigen Banner.
Indeed. Ehre, wem Ehre gebührt. Das gilt übrigens auch für Uniteds legendäre number seven - einst getragen von George Best, Cantona, Beckham oder Cristiano Ronaldo. Diese trägt nun Manchesters frisch verpflichteter junger Niederländer Memphis Depay. Jene Sieben, die trägt Schweinsteiger bekanntlich ansonsten bei der deutschen Nationalelf. Doch kühnen wie kritischen Zungenschlagern, die mutmaßen, Uniteds Sieben sei für Mr. Schweinsteiger möglicherweise eine Nummer zu groß gewesen, seien darauf verwiesen, dass er nun auf dem Dress der Red Devils auch seine geliebte Rückennummer 31 tragen wird.
Mit der eher unspektakulären 31 fühlte sich unser Mr. Schweinsteiger seit jeher bei den Bayern behaglich und musste zunächst in der Saisonvorbereitung mit der mysteriösen 23 Vorlieb nehmen. Was der große Louis van Gaal von diesem Nummernsalat hält, ist nicht überliefert. In Manchesters Theater der Träume wird der Tulpengeneral vermutlich eher folgende Dinge von seinen Kickern erwarten: Blut, Schweiß und Tränen sowie diverse Titel für die Pokalvitrine...
— Manchester United (@ManUtd) 8. August 2015
Mit der eher unspektakulären 31 fühlte sich unser Mr. Schweinsteiger seit jeher bei den Bayern behaglich und musste zunächst in der Saisonvorbereitung mit der mysteriösen 23 Vorlieb nehmen. Was der große Louis van Gaal von diesem Nummernsalat hält, ist nicht überliefert. In Manchesters Theater der Träume wird der Tulpengeneral vermutlich eher folgende Dinge von seinen Kickern erwarten: Blut, Schweiß und Tränen sowie diverse Titel für die Pokalvitrine...
Samstag, 30. August 2014
Fünfter Beatle?
Gestatten, Mario Balotelli. Italiens Kindskopf mit den filigranen Füßen verlässt den AC Mailand und trägt nun das rote Trikot des FC Liverpool. Der einst von Jose Mourinho als »untrainierbar« geschmähte Stürmer wird am Sonntag wohl erstmals für die Reds auf Torejagd gehen, wenn diese bei Tottenham Hotspur gastieren.
Liverpools Coach Brendan Rodgers sprach die Tage bereits davon, dass es die letzte Chance für Balotelli sei, bei einem großen Klub Fuß zu fassen.
Vielleicht gelingt Balotelli, der seine obligatorische Nummer 45 auch an der Anfield Road tragen wird, ja gleich ein fulminantes Debüt mit dem einen oder anderen Tor. An Selbstbewusstsein dürfte es Balotelli hierfür sicher nicht mangeln. So attestierte Rodgers seinem neuen Schützling mit der extravaganten Aura gleich: »Etwas, was ihm nicht fehlt, ist Selbstvertrauen. Er hat den Glauben und die gewisse Arroganz auf dem Feld, die die besten Spieler haben.«
Wen wundert es daher, dass Balotelli gleich nach seiner Ankunft in der Beatles-Stadt auf seinem Instagram-Profil eine Hommage an Ringo, Paul, George und John abschickte und ein Bild der Fab Four postete - versehen mit der Unterschrift The Balotellis und dem augenzwinkernden Kommentar »WE WERE FIVE«. Nicht zu vergessen, selbstverständlich haben die Pilzköpfe Balotellis Gesicht. Dies sei der Knaller der Woche, jubilierte selbst der Stern auf seiner Webseite und notierte dazu die schöne Schlagzeile »Mario Balotelli spielt jetzt bei den Beatles«.
Die Frage ist halt nur, ob der selbsternannte fünfte Beatle (#George Best) mit ihnen tatsächlich in einer Liga kickt. Doch Liverpool und Balotelli, das könnte für Balotelli auf seiner jahrelangen Suche nach Anerkennung - ähnlich wie bei seinem nicht minder unberechenbaren Vorgänger Luis Suarez - passen. Wie sangen die Balotellis, ähm, Beatles noch in einem ihrer Klassiker? »Love Me Do«!
Foto: © instagram.com/mb459
Vielleicht gelingt Balotelli, der seine obligatorische Nummer 45 auch an der Anfield Road tragen wird, ja gleich ein fulminantes Debüt mit dem einen oder anderen Tor. An Selbstbewusstsein dürfte es Balotelli hierfür sicher nicht mangeln. So attestierte Rodgers seinem neuen Schützling mit der extravaganten Aura gleich: »Etwas, was ihm nicht fehlt, ist Selbstvertrauen. Er hat den Glauben und die gewisse Arroganz auf dem Feld, die die besten Spieler haben.«
Die Frage ist halt nur, ob der selbsternannte fünfte Beatle (#George Best) mit ihnen tatsächlich in einer Liga kickt. Doch Liverpool und Balotelli, das könnte für Balotelli auf seiner jahrelangen Suche nach Anerkennung - ähnlich wie bei seinem nicht minder unberechenbaren Vorgänger Luis Suarez - passen. Wie sangen die Balotellis, ähm, Beatles noch in einem ihrer Klassiker? »Love Me Do«!
Foto: © instagram.com/mb459
Montag, 12. Mai 2014
Leiden mit Liverpool
Die Sehnsucht beim ehrwürdigen Liverpool Football Club nach seiner 19. Meisterschaft bleibt weiter unstillbar groß. Schließlich feierte der Klub aus der Beatles-Stadt anno 1990 seinen letzten Meistertitel. Dies ereignete sich vor fast einem Vierteljahrhundert, als Liverpooler Legenden wie John Barnes, Ray Houghton oder Ian Rush meist mit rustikalem Kick & Rush noch den Ton angaben, die Premier League noch nicht gegründet war und die oberste Liga im Fußball-Mutterland wie eh und je noch First Division hieß.
Anders als mancher vielleicht annimmt, gehörte Liverpools Ikone Steve Gerrard nicht zu jener 90er Generation. Aber immerhin gelang es Liverpools Eleven um seinen 34-jährigen Skipper in der gestern abgelaufenen Saison beinahe jene Sehnsucht an der Anfield Road endlich zu stillen, führten die 2014er Reds über lange Zeit die Premier League an. Ehe Steve Gerrard und Kollegen eine kolossale Heimpleite gegen Chelsea kassierten und kurz darauf eine sichere 3:0-Führung bei Crystal Palace fahrlässig hergaben, die in einem tränenreichen 3:3-Remis endete.
Noch angesagter könnte allerdings etwas Tröstendes für all jene sein, die im Herzen Reds sind. Hiermit soll nicht das obligatorische »You'll never walk alone« gemeint sein, das an der Anfield Road ohnehin geschmettert wird und ansonsten von Meppen bis Melbourne aus Stadionboxen röhrt. Mangels musikalischer Preziosen der Liverpooler Lokalmatadoren, den Beatles, in Bezug auf Englands einstigen Rekordmeister, könnte aber ein Klassiker der Rolling Stones aus dem Jahr 1973 passen, der da heißt: »You can't always get what you want«.
Welch ein Zufall, dass Liverpool ausgerechnet in jenem Sommer 1973 seine achte Meisterschaft im Fußball-Mutterland feierte. Im Übrigen zehn stolze Ränge vor Manchester City, bei dem jene spendablen Scheichs nicht einmal eine, sagen wir, Fata Morgana waren...
Anders als mancher vielleicht annimmt, gehörte Liverpools Ikone Steve Gerrard nicht zu jener 90er Generation. Aber immerhin gelang es Liverpools Eleven um seinen 34-jährigen Skipper in der gestern abgelaufenen Saison beinahe jene Sehnsucht an der Anfield Road endlich zu stillen, führten die 2014er Reds über lange Zeit die Premier League an. Ehe Steve Gerrard und Kollegen eine kolossale Heimpleite gegen Chelsea kassierten und kurz darauf eine sichere 3:0-Führung bei Crystal Palace fahrlässig hergaben, die in einem tränenreichen 3:3-Remis endete.
PHOTO: An example of the unflinching support provided by #LFC fans today pic.twitter.com/klYzy3kbA3
— Liverpool FC (@LFC) 11. Mai 2014
Liverpools abgezocktere Rivale Manchester City machte daher letztlich das Rennen, überholte die Reds und schlug vor den Augen der Gebrüder Gallagher, Citys Edelfans, sowie seiner mehr oder minder edel spendenden Scheichs am gestrigen letzten Spieltag West Ham mit 2:0. Da nutzte Liverpools sein finaler 2:1-Heimsieg gegen Newcastle auch nicht mehr viel. ManCity triumphierte und errang die vierte Meisterschaft seiner 134-jährigen Historie. Das naheliegende Wortspiel »fabulous four« spart man sich rund um Anfield dieser Tage wohl besser. Lange waren die Reds nicht mehr so nah dran an ihrer number nineteen. Leiden mit Liverpool scheint angesagt - trotz deren direkter Qualifikation für die Champions League. Noch angesagter könnte allerdings etwas Tröstendes für all jene sein, die im Herzen Reds sind. Hiermit soll nicht das obligatorische »You'll never walk alone« gemeint sein, das an der Anfield Road ohnehin geschmettert wird und ansonsten von Meppen bis Melbourne aus Stadionboxen röhrt. Mangels musikalischer Preziosen der Liverpooler Lokalmatadoren, den Beatles, in Bezug auf Englands einstigen Rekordmeister, könnte aber ein Klassiker der Rolling Stones aus dem Jahr 1973 passen, der da heißt: »You can't always get what you want«.
Welch ein Zufall, dass Liverpool ausgerechnet in jenem Sommer 1973 seine achte Meisterschaft im Fußball-Mutterland feierte. Im Übrigen zehn stolze Ränge vor Manchester City, bei dem jene spendablen Scheichs nicht einmal eine, sagen wir, Fata Morgana waren...
Samstag, 3. Mai 2014
The biggest mistake
Ein Kapitel in der langen Klubhistorie des altehrwürdigen Fulham Football Club trägt die etwas heroische Überschrift The Great Escape. Dies klingt etwas nach Blur, gemeint ist damit aber, wie Londons ältester Fußballklubs anno 2008 in allerletzter Minute den Klassenerhalt im englischen Fußball-Oberhaus bewerkstelligt hat. Der Vater des damaligen Erfolgs?
Der heutige englische Nationalcoach Roy Hodgson, der ebenso an der Seitenlinie stand, als Fulham fast auf den Tag genau vor vier Jahren im Europa League-Endspiel stand. Die Cottagers duellierten sich seinerzeit mit Atletico Madrid und mussten sich Atletico an jenem 12. Mai 2010 nach einem Doppelpack des großen Diego Forlán mit 1:2 in Hamburg geschlagen geben.
Für Felix Magath, der Fulham nach seiner ungewöhnlichen Amtsübernahme im Februar zum ersehnten Klassenerhalt treiben sollte, ist es der erste Abstieg seiner Trainerlaufbahn. Indeed, der einstige "Feuerwehrmann" hat schließlich einen Ruf zu verlieren und bezeichnete diesen unglückseligen Samstag des 3. Mai 2014 bezeichnenderweise als einen der schlimmsten Tage seiner Karriere. Kein Wunder, wenn anscheinend nicht einmal Magaths Medizinbälle mehr helfen, ganz zu schweigen von Magaths Brille in Fulhams Vereinsfarben - mit weißen Bügeln und schwarzem Gestell - , die Magath in Stoke-upon-Trent trug.
Doch Magath wäre nicht Magath hätte er staunenden BBC-Feldreportern nicht bereits direkt nach dem abstiegsbringenden Abpfiff im Tunnel des Britannia Stadiums Überraschendes ins Mikrofon genäselt. Zum Beispiel, wie Fulham die Büchse der Pandora, schon vor Magaths Amtszeit, mit einer in gewisser Hinsicht erschreckenden britischen Zurückhaltung geöffnet hat...
Der heutige englische Nationalcoach Roy Hodgson, der ebenso an der Seitenlinie stand, als Fulham fast auf den Tag genau vor vier Jahren im Europa League-Endspiel stand. Die Cottagers duellierten sich seinerzeit mit Atletico Madrid und mussten sich Atletico an jenem 12. Mai 2010 nach einem Doppelpack des großen Diego Forlán mit 1:2 in Hamburg geschlagen geben.
Wie sich die Wege der beiden Klubs doch seither getrennt haben. Real kämpft um die spanische Meisterschaft und duelliert sich bald mit Real im glitzernden Finale der Champions League. Währenddessen wird sich good olf Fulham in der nächsten Saison in der Championship, wie Englands zweite Liga heißt, gegen Millwall oder Middlesbrough pflügen. Denn nach einer 1-4-Klatsche bei Stoke City stieg Fulham heute Nachmittag aus der Premier League ab. Für Fulham ist es der erste Abstieg seit 13 Jahren, da kullern zweifellos Tränen. Für Felix Magath, der Fulham nach seiner ungewöhnlichen Amtsübernahme im Februar zum ersehnten Klassenerhalt treiben sollte, ist es der erste Abstieg seiner Trainerlaufbahn. Indeed, der einstige "Feuerwehrmann" hat schließlich einen Ruf zu verlieren und bezeichnete diesen unglückseligen Samstag des 3. Mai 2014 bezeichnenderweise als einen der schlimmsten Tage seiner Karriere. Kein Wunder, wenn anscheinend nicht einmal Magaths Medizinbälle mehr helfen, ganz zu schweigen von Magaths Brille in Fulhams Vereinsfarben - mit weißen Bügeln und schwarzem Gestell - , die Magath in Stoke-upon-Trent trug.
Doch Magath wäre nicht Magath hätte er staunenden BBC-Feldreportern nicht bereits direkt nach dem abstiegsbringenden Abpfiff im Tunnel des Britannia Stadiums Überraschendes ins Mikrofon genäselt. Zum Beispiel, wie Fulham die Büchse der Pandora, schon vor Magaths Amtszeit, mit einer in gewisser Hinsicht erschreckenden britischen Zurückhaltung geöffnet hat...
Just interviewed Felix Magath the tunnel here. Says Fulham's biggest mistake this season was signing 8 players in January. #BBCfootball
— Conor McNamara (@ConorMcNamaraIE) 3. Mai 2014
Donnerstag, 29. August 2013
Glad All Over
Der nächste Beitrag in der Blog-Serie ››Sing when you're winning‹‹ soll von Crystal Palace handeln. Der englische Traditionsverein mit dem bemerkenswerten Namen kehrte im Sommer nach achtjähriger Abstinenz wieder in die Premier League zurück.
An den Auftaktspieltagen stürzten die Eagles aus dem Londoner Süden jedoch nach ihrem rauschenden Aufstieg gleich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, als die Elf um ihren 40-jährigen Sturm-Veteranen Kevin Philipps zunächst gegen Tottenham im heimischen Selhurst Park und dann bei Stoke City unterlag. Mal sehen, was die lange englische Saison für Crystal Palace noch für Überraschungen parat haben wird.
Weitaus mehr Pep offenbarten da vor einigen Monaten die Crystal Girls, die Cheerleader von Crystal Palace. Anlässlich des lang herbeigesehnten Aufstiegs belohnten die Crystal Girls ihre Kicker mit einem Remake des angestaubten Klassikers ››Glad all over‹‹, das sie in den wohl engsten Palace-Trikots ever schaukelnd, die Hüften in einem Garten schwingend sowie in einem Swimming Pool planschend trällerten.
Das Original ››Glad all over‹‹, das in den Sixties zur Vereinshymne von Crystal Palace avancierte, nahm einst The Dave Clark Five auf und stieß im Januar 1964 glatt die Beatles mit ihrem Song ››I Want to Hold Your Hand‹‹ vom Thron der britischen Charts.
Die neueste Version der planschenden Crystal Girls ist im Übrigen nicht das einzige Cover der Palace-Hymne, die unter anderem auch bei den Blackburn Rovers oder dem FC Blackpool aus den Stadionboxen trällert.
Anlässlich des Erreichens des FA Cup-Endspiels 1990 versuchten sich die Palace-Kicker sogar selbst an einer eigenen FA Cup-Version, die allerdings den rauen Charme eines Shanty-Chors aus den Londoner Docks besitzt. Da fehlen eigentlich nur noch die im Hintergrund ertönenden Nebelhörner altvorderer Barkassen...
Ob die inbrünstig schmetternden Kicker des Traditionsklubs, für den einst ein gewisser Marco Reich die Stiefel schnürte, mit ihrem Sing-Sang letztlich scheiterten wie in jenen folgenden Endspielen gegen Manchester United sollte am besten jeder für sich selbst entscheiden...
An den Auftaktspieltagen stürzten die Eagles aus dem Londoner Süden jedoch nach ihrem rauschenden Aufstieg gleich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, als die Elf um ihren 40-jährigen Sturm-Veteranen Kevin Philipps zunächst gegen Tottenham im heimischen Selhurst Park und dann bei Stoke City unterlag. Mal sehen, was die lange englische Saison für Crystal Palace noch für Überraschungen parat haben wird.
Weitaus mehr Pep offenbarten da vor einigen Monaten die Crystal Girls, die Cheerleader von Crystal Palace. Anlässlich des lang herbeigesehnten Aufstiegs belohnten die Crystal Girls ihre Kicker mit einem Remake des angestaubten Klassikers ››Glad all over‹‹, das sie in den wohl engsten Palace-Trikots ever schaukelnd, die Hüften in einem Garten schwingend sowie in einem Swimming Pool planschend trällerten.
Das Original ››Glad all over‹‹, das in den Sixties zur Vereinshymne von Crystal Palace avancierte, nahm einst The Dave Clark Five auf und stieß im Januar 1964 glatt die Beatles mit ihrem Song ››I Want to Hold Your Hand‹‹ vom Thron der britischen Charts.
Die neueste Version der planschenden Crystal Girls ist im Übrigen nicht das einzige Cover der Palace-Hymne, die unter anderem auch bei den Blackburn Rovers oder dem FC Blackpool aus den Stadionboxen trällert.
Anlässlich des Erreichens des FA Cup-Endspiels 1990 versuchten sich die Palace-Kicker sogar selbst an einer eigenen FA Cup-Version, die allerdings den rauen Charme eines Shanty-Chors aus den Londoner Docks besitzt. Da fehlen eigentlich nur noch die im Hintergrund ertönenden Nebelhörner altvorderer Barkassen...
Ob die inbrünstig schmetternden Kicker des Traditionsklubs, für den einst ein gewisser Marco Reich die Stiefel schnürte, mit ihrem Sing-Sang letztlich scheiterten wie in jenen folgenden Endspielen gegen Manchester United sollte am besten jeder für sich selbst entscheiden...
Mittwoch, 21. August 2013
Audere est Facere
Mein lieber Herr Gesangsverein, schon mal von Andrew Magee und Ollie Smyth gehört? Nick Hornby und alle weiteren Arsenal-Anhänger sollten sich besser gleich ihre Ohren zuhalten. Denn die beiden erwähnten kongenialen Briten sind Fans von Tottenham Hotspur und setzten ihrem Lieblingsklub aus dem Londoner Norden kürzlich ein kleines Denkmal.
Wie? Indem Magee und Smyth altvordere und aktuelle Spurs-Helden schmissig-schrullig in einem kleinen Tributsong besingen. Ja, und dieses wundervolle per Gitarre untermalte Liedchen, das Anleihen an Billy Joels »We did't start the fire« erkennen lässt, dann einfach »Heroes in White & Blue« nennen. Sicher, sie singen offenkundig in der Spur eines gewissen Dave Henson, der zu Ehren seiner Lieblinge von Leicester City einmal einen Song mit dem selben Titel schmetterte. Wie dem auch sei, dank Magee und Smyth schien Tottenhams erhabenes Klubmotto selten mehr Takt zu besitzen: Audere est Facere. Es zu wagen, ist es zu tun.
Welche Hotspurs heroische 6 Minuten und 51 Sekunden lang so besungen werden? Surely, Paul Gascoigne, Darren Anderton, den einmaligen Tottenham-Topstar Diego Maradona, Robbie Keane, Glenn Hoddle, David Ginola und natürlich Gary Lineker, Pat Jennings und selbst Paul Stalteri (!). Nicht vergessen wurde ebenso Tottenhams Ryan Giggs-Erbe Gareth Bale. Für den walisischen Flügelflitzer gibt Real Madrid ja schier täglich ein neues Rekordangebot ab. Doch, wem in einem solchen Song eine derart königliche Huldigung erfährt. Wer wird sich denn da noch in Reals engem Haifischbecken eine Bahn mit Cristiano Ronaldo teilen wollen?
Last, but not least erhält auch das deutsche Tottenham-Trio Steffen Freund, Christian Ziege und Jürgen Klinsmann von Mr. Magee und Mr. Smyth den verdienten Tribut. Als wünschenswert hätte eine Nennung seines Namens sicher auch Lewis Holtby empfunden. Allerdings, lässt sich selbst nach mehrmaligem Abspielen des Songs keine kleinste Holtby-Anspielung entnehmen. Das mag am nuscheligen Cockney-Akzent des Sängers liegen. Oder, es ist zu befürchten, dass Holtbys Renommee als heroischer Hotspur (doch noch) nicht klangvoll genug ist. Indeed, die Spatzen schienen es vom Stadiondach der altehrwürdigen White Hart Lane zu pfeifen...
Welchen kolossalen Klang indessen »Heroes in White & Blue« entwickelt hat? Das belegt eine Schlagzeile von 101 Great Goals, mit der sich jene englische Webseite übrigens schon Mitte Juli die alles entscheidende Frage stellte: »Is this the greatest Tottenham song EVER?«
P.S.: Dieser Beitrag ist inspiriert von diesem kleinen Fundstück der 11Freunde...
Wie? Indem Magee und Smyth altvordere und aktuelle Spurs-Helden schmissig-schrullig in einem kleinen Tributsong besingen. Ja, und dieses wundervolle per Gitarre untermalte Liedchen, das Anleihen an Billy Joels »We did't start the fire« erkennen lässt, dann einfach »Heroes in White & Blue« nennen. Sicher, sie singen offenkundig in der Spur eines gewissen Dave Henson, der zu Ehren seiner Lieblinge von Leicester City einmal einen Song mit dem selben Titel schmetterte. Wie dem auch sei, dank Magee und Smyth schien Tottenhams erhabenes Klubmotto selten mehr Takt zu besitzen: Audere est Facere. Es zu wagen, ist es zu tun.
Welche Hotspurs heroische 6 Minuten und 51 Sekunden lang so besungen werden? Surely, Paul Gascoigne, Darren Anderton, den einmaligen Tottenham-Topstar Diego Maradona, Robbie Keane, Glenn Hoddle, David Ginola und natürlich Gary Lineker, Pat Jennings und selbst Paul Stalteri (!). Nicht vergessen wurde ebenso Tottenhams Ryan Giggs-Erbe Gareth Bale. Für den walisischen Flügelflitzer gibt Real Madrid ja schier täglich ein neues Rekordangebot ab. Doch, wem in einem solchen Song eine derart königliche Huldigung erfährt. Wer wird sich denn da noch in Reals engem Haifischbecken eine Bahn mit Cristiano Ronaldo teilen wollen?
Last, but not least erhält auch das deutsche Tottenham-Trio Steffen Freund, Christian Ziege und Jürgen Klinsmann von Mr. Magee und Mr. Smyth den verdienten Tribut. Als wünschenswert hätte eine Nennung seines Namens sicher auch Lewis Holtby empfunden. Allerdings, lässt sich selbst nach mehrmaligem Abspielen des Songs keine kleinste Holtby-Anspielung entnehmen. Das mag am nuscheligen Cockney-Akzent des Sängers liegen. Oder, es ist zu befürchten, dass Holtbys Renommee als heroischer Hotspur (doch noch) nicht klangvoll genug ist. Indeed, die Spatzen schienen es vom Stadiondach der altehrwürdigen White Hart Lane zu pfeifen...
Welchen kolossalen Klang indessen »Heroes in White & Blue« entwickelt hat? Das belegt eine Schlagzeile von 101 Great Goals, mit der sich jene englische Webseite übrigens schon Mitte Juli die alles entscheidende Frage stellte: »Is this the greatest Tottenham song EVER?«
P.S.: Dieser Beitrag ist inspiriert von diesem kleinen Fundstück der 11Freunde...
Samstag, 8. Dezember 2012
Manchester Roar
Ole Gunnar Solskjaer? Na, ist die norwegische Ikone von Manchester United noch ein Begriff? Kürzlich führte Solskjaer in seiner Heimat Molde FK als Trainer zur Meisterschaft. Nun ist er in einem Clip auf BBC Online zu sehen, wie er vor einem Fjord steht, hinter dem sich schneebedeckte Gipfel erheben, und wie er die BBC-Zuseher mit treffsicheren Worten auf das Manchester Derby am Sonntag einstimmt: „Man City are like Man Utd's little brother!“
In der 164. Auflage empfängt ManCity im Etihad Stadium ManUnited, das bisher in immerhin 64 Duellen triumphierte, während die „Skyblues“ nur 45 Derbys gewannen. Sir Alex Ferguson bezeichnete einen Sieg an diesem 16. Spieltag der Premier League beim ungeliebten Nachbarn hochtrabend als „one of the best ever results“. Die Wunde scheint noch nicht verheilt zu sein, als ManCity Fergusons ManUnited in einem Herzschlagfinale am letzten Spieltag der Saison 2011/12 den englischen Meistertitel noch in letzter Sekunde wegschnappte - zuvor war ManCity vor 44 Jahren englischer Meister gewesen.
Rund um das ruhmreiche Manchester Derby hat << Der Libero >> zur Einstimmung elf Fakten und Anekdoten gesammelt. Erstmals ging das Derby übrigens am 12. November 1881 über die Bühne.
6. Ganz gut auf das Manchester-Derby übertragbar ist ein Zitat von Kevin Blackwell, der als Trainer von Sheffield United mal vor dem Sheffielder Steel City Derby gegen das verhasste Sheffield Wednesday sagte: „Es ist kein Spiel wie jedes andere. Es geht schlichtweg darum, die Elite Sheffields zu krönen.“Es ist sicherlich nicht zu verneinen, dass Blackwells zeitlose Sentenz auf fast jedes Derby in der weiten Welt des Fußballs zutreffen könnte.
7. Lange Jahrzehnte war United in Manchester die klare Number One. Nicht zuletzt wegen des 2012er Meistertitel der noisy neighbours (vorlauten Nachbarn), wie Sir Alex Ferguson City einmal verspottete, scheint Uniteds Vormachtstellung allmählich zu bröckeln. Spätestens nach jenem deftigen 1:6-Debakel im Herbst 2011 im Old Trafford. Ferguson stammelte nach der Demütigung vom „schwärzesten Tag“ und der „heftigsten Niederlage“, die er jemals kassiert habe.
8. Die Gallagher-Radaubrüder Liam und Noel sind als City-Edelfans selten um einen knackigen Kommentar verlegen. Als Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus dem fernen Abu Dhabi vor wenigen Jahren begann, sein Geld in den bis dato allenfalls mittelmäßigen Traditionsklub zu pumpen, da entwickelte der scharfsinnige Noel Gallagher statt durchaus erwartbarer Empörung eine fast kindliche Begeisterung. Immer wenn ein United-Fan tanke, so jubilierte der einstige Oasis-Boss, finanziere dieser Citys Transfers.
11. Die Anekdote um Ryan Giggs wirkt dagegen regelrecht harmlos. Denn Uniteds Rekordspieler, man ahnt es, kickte in seiner Jugend für wen? Genau, zwei Jahre lang für Manchester City, ehe ihn Sir Alex Ferguson himself als 14-Jähriger nach Old Trafford lotste. In der Historie jenes Manchester Derbys ist der nun 39-jährige Giggs übrigens auch Rekordkicker und wirkte bisher in 35 Derbys mit...
In der 164. Auflage empfängt ManCity im Etihad Stadium ManUnited, das bisher in immerhin 64 Duellen triumphierte, während die „Skyblues“ nur 45 Derbys gewannen. Sir Alex Ferguson bezeichnete einen Sieg an diesem 16. Spieltag der Premier League beim ungeliebten Nachbarn hochtrabend als „one of the best ever results“. Die Wunde scheint noch nicht verheilt zu sein, als ManCity Fergusons ManUnited in einem Herzschlagfinale am letzten Spieltag der Saison 2011/12 den englischen Meistertitel noch in letzter Sekunde wegschnappte - zuvor war ManCity vor 44 Jahren englischer Meister gewesen.
Rund um das ruhmreiche Manchester Derby hat << Der Libero >> zur Einstimmung elf Fakten und Anekdoten gesammelt. Erstmals ging das Derby übrigens am 12. November 1881 über die Bühne.
1. Mit 19 Meistertiteln und elf Siegen im FA Cup ist
United englischer Rekordmeister - und pokalsieger. Zudem gewannen die Red
Devils viermal den englischen Ligapokal, einmal den Weltpokal und insgesamt
viermal einen Europapokal. Der Trophäenschrank Citys ist da etwa spärlicher
gefüllt, wo drei Meisterschaften, fünf FA Cup-Erfolge, zwei Ligapokalsiege und
ein Europapokalsieg zu Buche stehen.
2. Die Nachbarn sind im Übrigen fast gleich alt. ManUnited
wurde bereits 1878 als Newton Heath gegründet. „Little brother“ City ist
hingegen zwei Jahre jünger, der Gründungsname war West Gorton Saint Marks. Anders als ihre Gründungsnamen blieben die Nachbarn ihren Vereinsfarben rot-weiß-schwarz (United) und hellblau (City)
weitgehend treu. Sieht einmal davon ab, dass ManCity seine Kicker jahrelang in rot-schwarz gestreiften Auswärtstrikot auflaufen ließ...
3. Galionsfiguren der beiden Klubs sind traditionell deren Trainer.
Sir Alex Ferguson etwa gewinnt seit November 1986 knorrig wie Kaugummi kauend mit United
schier einen Titel nach dem anderen, weshalb man ihn kürzlich mit einem Denkmal vor Old Trafford verewigte. ManCitys Roberto Mancini ist hingegen der 13. Coach, dem ManCity seit 1986 das
Vertrauen schenkt. Unter dem Dutzend seiner Vorgänger sind durchaus klangvolle Namen wie Kevin Keegan,
Stuart Pearce, Sven-Göran Eriksson oder der 66er Weltmeister Alan Ball zu finden.
4. Einer von Mancinis vielen Vorgängern war auch Uniteds walisische Ikone Mark Hughes, der insgesamt 13 Jahre für United über die Rasenrechtecke dribbelte. Anno 1991 war Hughes mit seinen beiden Treffern im Pokalsiegercup-Finale gegen Johan Cruyffs FC Barcelona sogar maßgeblich daran beteiligt, dass United erstmals seit 1968 wieder einen Europapokal gewann. ManCity gab dem Coach Mark Hughes übrigens nach nicht einmal eineinhalb Jahren den Laufpass.
5. Der längst von der Queen geadelte Ferguson ist übrigens der
zweite United-Coach, dem die würdevollen Weihen einer Statute und eines
Adelstitels widerfuhren. Der ominöse andere war der nicht minder legendäre Sir Matt
Busby, der nicht nur den tragischen Flugzeugabsturz 1958 überlebte und mit den
Busby Babes einen Titel nach dem anderen gewann. Doch anders als man
etwa annimmt könnte, kickte Busby in den 30er Jahren für Uniteds Erzrivalen Liverpool
und die „Citizens“.
6. Ganz gut auf das Manchester-Derby übertragbar ist ein Zitat von Kevin Blackwell, der als Trainer von Sheffield United mal vor dem Sheffielder Steel City Derby gegen das verhasste Sheffield Wednesday sagte: „Es ist kein Spiel wie jedes andere. Es geht schlichtweg darum, die Elite Sheffields zu krönen.“
7. Lange Jahrzehnte war United in Manchester die klare Number One. Nicht zuletzt wegen des 2012er Meistertitel der noisy neighbours (vorlauten Nachbarn), wie Sir Alex Ferguson City einmal verspottete, scheint Uniteds Vormachtstellung allmählich zu bröckeln. Spätestens nach jenem deftigen 1:6-Debakel im Herbst 2011 im Old Trafford. Ferguson stammelte nach der Demütigung vom „schwärzesten Tag“ und der „heftigsten Niederlage“, die er jemals kassiert habe.
8. Die Gallagher-Radaubrüder Liam und Noel sind als City-Edelfans selten um einen knackigen Kommentar verlegen. Als Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus dem fernen Abu Dhabi vor wenigen Jahren begann, sein Geld in den bis dato allenfalls mittelmäßigen Traditionsklub zu pumpen, da entwickelte der scharfsinnige Noel Gallagher statt durchaus erwartbarer Empörung eine fast kindliche Begeisterung. Immer wenn ein United-Fan tanke, so jubilierte der einstige Oasis-Boss, finanziere dieser Citys Transfers.
9. Während sich deutsche Kicker in der United-Ahnengalerie kaum finden lassen, beherbergte City eine kapitale „Kraut“-Kolonie.
In den 90ern kickten für City etwa Eike Immel, Steffen Karl, Rene Tretschok, Maurizio
Gaudino oder auch zuletzt Didi Hamann und Jerome Boateng. Michael Frontzeck war einst ebenso ein
„Citizen“ und verdiente sich ob seiner rustikalen Spielweise den Spitznamen „Cold
Frontz“. Dennoch wurde ihm vor Kurzem die zweifelhafte Ehre zuteil, schlechtesten ausländischen
City-Kicker ever gewählt zu werden. Mehr der Ehre gab es da für Torwartlegende Bert Trautmann und Uwe Rösler, die gar in Citys Hall of Fame aufgenommen worden sind.
10. Seitenwechsel von United zu City sind rar gesät. Für
Aufsehen sorgte einst der Schotte Denis Law, der zunächst für City stürmte, dann via Turin zu United wechselte und dort in über 300 Spielen sagenhafte 171 Treffer erzielte, um dann wieder zu City zurückzukehren. Unglaublich, aber wahr. Als City-Striker sorgte der charismatische Law dann ein Jahr später mit seinem Hackentreffer dafür, dass United 1974 erstmals in die Second Division absteigen musste.
11. Die Anekdote um Ryan Giggs wirkt dagegen regelrecht harmlos. Denn Uniteds Rekordspieler, man ahnt es, kickte in seiner Jugend für wen? Genau, zwei Jahre lang für Manchester City, ehe ihn Sir Alex Ferguson himself als 14-Jähriger nach Old Trafford lotste. In der Historie jenes Manchester Derbys ist der nun 39-jährige Giggs übrigens auch Rekordkicker und wirkte bisher in 35 Derbys mit...
Sonntag, 19. August 2012
Themenwoche „50 Jahre Bundesliga“
Die englische Premier
League verkauft sich - gänzlich ohne britisches Understatement - als „The greatest
show on earth“. Doch mit inzwischen 20 Lenzen ist Englands Fußball-Oberhaus gerade
einmal dem Teenager-Alter entwachsen. Etwas reifer, doch attraktiver denn je steht
unsere gute, alte Bundesliga da. Gewissermaßen als ewig junge Schaubude
schönster Treffer, Torheiten und Sensationen.
Und wenn sich am
Freitagabend nach Euro und langer Sommerpause endlich wieder der Vorhang der Mutter aller
deutschen Ligen öffnet, geht sie in ihre 50. Saison.
Eingeläutet wird sie auf dem Rasen mit dem Duell der Gründungsmitglieder, des amtierende Deutschen Meisters Borussia Dortmund gegen Werder Bremen. Diese Begegnung gab es bereits am allerersten Bundesligaspieltag, als ein gewisser Timo Konietzka sich an jenem 24.08.1963 mit dem Bundesliga-Premierentor unsterblich machte.
DER LIBERO wird
die Jubiläumssaison mit der Themenwoche „50 Jahre Bundesliga – Typen, Titel und bloß nicht wie Tasmania“ einläuten. Hierzu spielt DER LIBERO Doppelpass mit
verschiedenen Bloggern und Autoren, die zwischen dem 1. und 2. Spieltag in abwechslungsreichen
Beiträgen aus bald einem halben Jahrhundert Bundesliga erzählen werden. Mehr wird jetzt aber noch nicht
verraten.
Startschuss der Themenwoche ist am Freitag, den 24.08.2012
- pünktlich zum Anpfiff der neuen Saison. Auch für die 50. Auflage gilt
Uwe Seelers alte Weisheit: „Erst wenn der Schiedsrichter abpfeift, ist das Spiel
zu Ende oder gewonnen!“ Also, schaut rein!


