— Scots Footy Cards (@ScotsFootyCards) 28. Juli 2017
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Samstag, 29. Juli 2017
Montag, 7. September 2015
Schottische Stippvisiten
Gastspiele der deutschen Nationalelf in Schottland gibt es nicht häufig. Bei sechs Auftritten gelang einzig anno 1993 im Ibrox-Park von Glasgow ein Sieg. Im ehrwürdigen Glasgower Hampden Park konnte eine deutsche Nationalmannschaft bisher noch nie gewinnen. Das letzte Duell liegt bereits zwölf Jahre zurück, als die Elf von Teamchef Rudi Völler mit einem 1:1-Remis einen schwer erkämpften Punkt für die Qualifikation für die Euro 2004 in Portugal holte. Ähnlich rar gesät wie deutsche Gastspiele oder gar Siege in Schottland sind im Übrigen Stippvisiten kaledonischer Kicker in der Bundesliga. Deren Anzahl lässt sich getrost an einer Hand abzählen.
Allen voran Borussia Dortmund, deren Fans eine Freundschaft mit Celtic Glasgow verbindet, empfing einst gleich ein schottisches Trio mit offenen Armen. Den Anfang machte Ende der achtziger Jahre Murdo MacLeod, der drei Jahre lang im schwarz-gelben BVB-Dress großen Respekt erfightete, 1989 den DFB-Pokalsieg feierte und den es nach über 100 Einsätzen in Richtung Heimat zurückkehrte. Nächster Schotte beim BVB war ein gutes Jahrzehnt später Paul Lambert, der vom sagenumwobenen FC Motherwell nach Westfalen kam und sich wie MacLeod robust ackernd im Mittelfeld der Schwarz-Gelben Meriten verdiente. Bei seiner einjährigen Stippvisite errang Lambert mit dem BVB den Champions League-Titel 1997 und legte in jenem Königsklassenfinale gegen Juventus Turin souverän einen gewissen Zinedine Zidane an die Kette. Unscheibarer als Aston Villas heutiger Coach war der dritte schwarz-gelbe Schotte Scott Booth, den es nach seinem Bundesliga-»Ehrentreffer“ rasch weiter in die nahen Niederlande zog.
Allen voran Borussia Dortmund, deren Fans eine Freundschaft mit Celtic Glasgow verbindet, empfing einst gleich ein schottisches Trio mit offenen Armen. Den Anfang machte Ende der achtziger Jahre Murdo MacLeod, der drei Jahre lang im schwarz-gelben BVB-Dress großen Respekt erfightete, 1989 den DFB-Pokalsieg feierte und den es nach über 100 Einsätzen in Richtung Heimat zurückkehrte. Nächster Schotte beim BVB war ein gutes Jahrzehnt später Paul Lambert, der vom sagenumwobenen FC Motherwell nach Westfalen kam und sich wie MacLeod robust ackernd im Mittelfeld der Schwarz-Gelben Meriten verdiente. Bei seiner einjährigen Stippvisite errang Lambert mit dem BVB den Champions League-Titel 1997 und legte in jenem Königsklassenfinale gegen Juventus Turin souverän einen gewissen Zinedine Zidane an die Kette. Unscheibarer als Aston Villas heutiger Coach war der dritte schwarz-gelbe Schotte Scott Booth, den es nach seinem Bundesliga-»Ehrentreffer“ rasch weiter in die nahen Niederlande zog.
Der allererste Import eines schottischen Kickers in die Bundesliga gelang im Übrigen anno 1984 dem großen HSV in Person seines Managers Günter Netzer. Denn ein Jahr nach dem Abschied von Horst Hrubesch drängte nicht nur Ernst Happel auf einem Erben für das verkaufte »Kopfballungeheuer“. Netzer schien in Schottland fündig geworden zu sein, indem er den bulligen Mittelstürmer Mark McGhee vom FC Aberdeen verpflichtete.
Doch, glaubt man dem gut informierten HSV-Blog Matz ab, reagierte Netzer beim Empfang am Flughafen etwas verwundert, als er den kantigen Mark McGhee erblickte. Angeblich Netzer hatte offenbar einen anderen Schotten als McGhee, den selbst der SPIEGEL 1985 in einem Interview mit Netzer salopp als Flop brandmarkte, erwartet. McGhee, der heute der Assistent von Schottlands Nationalcoach Gordon Strachan ist, geizte beim HSV mit Toren und erzielte schottisch-sparsame sieben Treffer in 30 Bundesligaeinsätzen. Nach der Saison verabschiedete sich McGhee zu Celtic Glasgow und sorgte nach der wenig schmeichelhaften Erinnerung von Matz ab sorgte McGhee »eher für Lacher denn für Schrecken beim Gegner«.
Selbst der FC Bayern München leistete sich weiland einen Schotten. Der hieß Alan McInally, wurde nur Mac gerufen. In der Saison 1989/90 bildete er mit dem schillernden Jugoslawen Radoslav Mihaijlovic ein Sturmduo, das klangvollen Spitznamen »Mic und Mac« erhielt. McInallys Bilanz: Neben zehn Bundesligatoren und dem Meistertitel 1990 kursiert noch jene schöne Anekdote, die von der Volksnähe McInallys zeugt. So schickte Bayern-Trainer Jupp Heynckes McInally einst am engen Hamburger Millerntor zum Warmlaufen an die Seitenlinie, wo er sich seine Zeit der Legende nach damit vertrieb, einen kräftigen Schluck aus einem Bierbecher zu nehmen, dem ihm gastfreundliche St. Pauli-Fans durch den Zaun gereicht hatten. Wie erstaunlich, dass dem munteren McInally nach seiner Einwechslung dennoch das Zielwasser fehlte. Der FC St. Pauli rang den Bayern an jenem Abend immerhin ein nullzunull ab...
Am heutigen Montag dem Weltmeister ein solches nullzunull abzutrotzen. Indeed, eigentlich wäre das auch für die Schotten um ihren Assistenzcoach Mark McGhee schon ein veritabler Erfolg. Es würde wohl kaum erstaunen, wenn die stets kampfstarken Schotten hierfür im heimischen Hampden Park dieselbigen zuweilen dichtmachen werden. Doch trotz aller hiermit verbundenen Meriten sind auch für die Schotten drei Punkte im Kampf um Platz drei in der EM-Qualifikation Trumpf. Besonders nach der jüngsten Niederlage der Schotten in Georgien.
Doch, glaubt man dem gut informierten HSV-Blog Matz ab, reagierte Netzer beim Empfang am Flughafen etwas verwundert, als er den kantigen Mark McGhee erblickte. Angeblich Netzer hatte offenbar einen anderen Schotten als McGhee, den selbst der SPIEGEL 1985 in einem Interview mit Netzer salopp als Flop brandmarkte, erwartet. McGhee, der heute der Assistent von Schottlands Nationalcoach Gordon Strachan ist, geizte beim HSV mit Toren und erzielte schottisch-sparsame sieben Treffer in 30 Bundesligaeinsätzen. Nach der Saison verabschiedete sich McGhee zu Celtic Glasgow und sorgte nach der wenig schmeichelhaften Erinnerung von Matz ab sorgte McGhee »eher für Lacher denn für Schrecken beim Gegner«.
Selbst der FC Bayern München leistete sich weiland einen Schotten. Der hieß Alan McInally, wurde nur Mac gerufen. In der Saison 1989/90 bildete er mit dem schillernden Jugoslawen Radoslav Mihaijlovic ein Sturmduo, das klangvollen Spitznamen »Mic und Mac« erhielt. McInallys Bilanz: Neben zehn Bundesligatoren und dem Meistertitel 1990 kursiert noch jene schöne Anekdote, die von der Volksnähe McInallys zeugt. So schickte Bayern-Trainer Jupp Heynckes McInally einst am engen Hamburger Millerntor zum Warmlaufen an die Seitenlinie, wo er sich seine Zeit der Legende nach damit vertrieb, einen kräftigen Schluck aus einem Bierbecher zu nehmen, dem ihm gastfreundliche St. Pauli-Fans durch den Zaun gereicht hatten. Wie erstaunlich, dass dem munteren McInally nach seiner Einwechslung dennoch das Zielwasser fehlte. Der FC St. Pauli rang den Bayern an jenem Abend immerhin ein nullzunull ab...
Am heutigen Montag dem Weltmeister ein solches nullzunull abzutrotzen. Indeed, eigentlich wäre das auch für die Schotten um ihren Assistenzcoach Mark McGhee schon ein veritabler Erfolg. Es würde wohl kaum erstaunen, wenn die stets kampfstarken Schotten hierfür im heimischen Hampden Park dieselbigen zuweilen dichtmachen werden. Doch trotz aller hiermit verbundenen Meriten sind auch für die Schotten drei Punkte im Kampf um Platz drei in der EM-Qualifikation Trumpf. Besonders nach der jüngsten Niederlage der Schotten in Georgien.
Sonntag, 6. September 2015
Singing Sunday #2: Flower of Scotland
Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero« den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.
Das Singen der Hymnen stellt vor dem Anpfiff von Länderspielen ein schier sakrales Ritual dar. Noch schöner ist sicherlich, wenn sich die Hymne dabei auch noch gut anhört. Vielleicht lässt sich gar am morgigen Montag in Schottland erwarten, falls Amy McDonald Zeit hat, ihre schottischen Landsleute im Glasgower Hampden Park auf das allseits mit Spannung erwartete Duell mit der Elf von Jogi Löw im wahrsten Sinne des Wortes einzustimmen.
Und vielleicht stimmt vor seinem Fernsehschirm oder gar im Stadion auch Ur-Bond Sean Connery, der jüngst 85 Jahre alt wurde, mit ein oder wippt zumindest mit den Füßen, wenn Schottlands inoffizielle Nationalhymne »Flower of Scotland« im ehrwürdigen Rund des Hampden Parks ertönt.
Dankeswerterweise hat Trainer Baade bereits unlängst einen ähnlichen Clip ausgegraben. Last, but not least sollte man übrigens nicht mit einem Blick auf die schottischen Balljungenschlingel geizen, denn winken und zwinkern in thomasmüllerhafter Manier ist angesagt. Wonderful!
Das Singen der Hymnen stellt vor dem Anpfiff von Länderspielen ein schier sakrales Ritual dar. Noch schöner ist sicherlich, wenn sich die Hymne dabei auch noch gut anhört. Vielleicht lässt sich gar am morgigen Montag in Schottland erwarten, falls Amy McDonald Zeit hat, ihre schottischen Landsleute im Glasgower Hampden Park auf das allseits mit Spannung erwartete Duell mit der Elf von Jogi Löw im wahrsten Sinne des Wortes einzustimmen.
Und vielleicht stimmt vor seinem Fernsehschirm oder gar im Stadion auch Ur-Bond Sean Connery, der jüngst 85 Jahre alt wurde, mit ein oder wippt zumindest mit den Füßen, wenn Schottlands inoffizielle Nationalhymne »Flower of Scotland« im ehrwürdigen Rund des Hampden Parks ertönt.
Dankeswerterweise hat Trainer Baade bereits unlängst einen ähnlichen Clip ausgegraben. Last, but not least sollte man übrigens nicht mit einem Blick auf die schottischen Balljungenschlingel geizen, denn winken und zwinkern in thomasmüllerhafter Manier ist angesagt. Wonderful!
Montag, 28. Oktober 2013
Highlight of the Highland Derby
Willkommen in der Welt der Derbys, von denen am vergangenen Fußballwochenende so einige über die Bühne gingen. Der BVB triumphierte etwa im Revierderby auf Schalke. Im Londoner Derby behielt Arsenal bei Crystal Palace die Oberhand. Ganz zu schweigen von Barca, das im Clásico Real Madrid besiegte. Als Ouvertüre für dieses Derby-Wochenendes diente gleichwohl am Freitagabend das Duell zwischen Ross County und Inverness Caledonian Thistle, welches Highland Derby genannt wird und nicht mit den Highland Games zu verwechseln ist, bei denen robuste rothaarige Recken Kilts tragen und Baumstämme um die Wette werfen. Offenbar lässt sich Schottlands Fußball doch nicht allein auf Glasgows Old Firm reduzieren. Humorige Schotten nennen das Derby aus den Highlands laut englischer Wikipedia gar The Cold Firm.
Inverness Caledonian Thistle aus der Hauptstadt der Highlands ist der größere Klub und wird von dem einstigen englischen Stopper Terry Butcher trainiert. Butcher wurde weiland einmal dadurch berühmt, wie er trotz blutdurchtränktem Turban in einem englischen WM-Qualikick in Schweden per Kopf eine Flanke nach der anderen aus dem Strafraum. Es versteht sich von selbst, dass Butchers Boys einen robusten Spielstil bevorzugen, obwohl ihr blau-rot gestreifte Trikot eher an den FC Barcelona erinnert. Im Frühling 2013 verpasste Inverness übrigens nur knapp den erstmaligen Einzug in die Euro League. Umso schlimmer, dass hierzu eine 0:1-Pleite gegen Ross County, dem Klübchen aus der etwa 20 Kilometer entfernten »Provinz«, beitrug.
Denn Ross County ist in dem 5.000 Einwohner kleinen Städtchen Dingwall beheimatet. Erst seit 2012 kickt das »Hoffenheim Schottlands«, wie Die WELT einmal Ross County etikettierte, in der höchsten schottischen Spielklasse und verfügt nicht nur über einen prätentiösen Hirschkopf im Klubwappen, sondern mit Öl-Tycoon Roy McGregor ebenso über einen finanzstarken Gönner, der als Chairman Ross Countys größtes Geweih trägt. Seit der Gründung anno 1929 residiert Ross County im Victoria Park, der seit besagtem Aufstieg »Global Energy Stadium« heißt und mit 6.700 Plätzen erstaunlicherweise mehr Kapazität als Dingwall Einwohner vorzuweisen hat.
Von dem Highland-Derby jenes letzten Freitagabends im Oktober 2013, wird im Übrigen nur ein Highlight in die Annalen eingehen. Und »elektrisieren«, wovon man in Derby-Kontexten so gern fabuliert, dient hier durchaus als gutes Stichwort. Denn während die Kicker nach torloser erster Halbzeit ihren Pausentee in den Kabinen genossen, geschah Folgendes. Die Lampen von drei der vier zuvor hell leuchtenden Flutlichtmasten verdunkelten sich plötzlich, flackerten kurz wieder auf, um letztlich für den Rest des Abends (Clip ab Min. 2:55) schwarz zu bleiben. Das Highland Derby wurde abgebrochen. Indeed, das ist bisher in der Historie jenes Derbys buchstäblich die düsterste Episode, die sich dann wie ein Leuchtfeuer medial um die Welt ausbreitete.
Dabei sind die Lichter bei Ross County, als die kleine Arena dort ironischerweise noch nicht »Global Energy Stadium« hieß, nie ausgegangen. Selbst, so besagt es die Legende, als sich Anfang der 90er Jahre Mäzen McGregor ausschließlich im Öl-Business Aberdeens und der damals fünftklassige Ross County Football Club noch in der nebulösen wie nebligen Highland Football League gegen die Brora Rangers oder Clachnacuddin verdingte...
Inverness Caledonian Thistle aus der Hauptstadt der Highlands ist der größere Klub und wird von dem einstigen englischen Stopper Terry Butcher trainiert. Butcher wurde weiland einmal dadurch berühmt, wie er trotz blutdurchtränktem Turban in einem englischen WM-Qualikick in Schweden per Kopf eine Flanke nach der anderen aus dem Strafraum. Es versteht sich von selbst, dass Butchers Boys einen robusten Spielstil bevorzugen, obwohl ihr blau-rot gestreifte Trikot eher an den FC Barcelona erinnert. Im Frühling 2013 verpasste Inverness übrigens nur knapp den erstmaligen Einzug in die Euro League. Umso schlimmer, dass hierzu eine 0:1-Pleite gegen Ross County, dem Klübchen aus der etwa 20 Kilometer entfernten »Provinz«, beitrug.
Denn Ross County ist in dem 5.000 Einwohner kleinen Städtchen Dingwall beheimatet. Erst seit 2012 kickt das »Hoffenheim Schottlands«, wie Die WELT einmal Ross County etikettierte, in der höchsten schottischen Spielklasse und verfügt nicht nur über einen prätentiösen Hirschkopf im Klubwappen, sondern mit Öl-Tycoon Roy McGregor ebenso über einen finanzstarken Gönner, der als Chairman Ross Countys größtes Geweih trägt. Seit der Gründung anno 1929 residiert Ross County im Victoria Park, der seit besagtem Aufstieg »Global Energy Stadium« heißt und mit 6.700 Plätzen erstaunlicherweise mehr Kapazität als Dingwall Einwohner vorzuweisen hat.
Von dem Highland-Derby jenes letzten Freitagabends im Oktober 2013, wird im Übrigen nur ein Highlight in die Annalen eingehen. Und »elektrisieren«, wovon man in Derby-Kontexten so gern fabuliert, dient hier durchaus als gutes Stichwort. Denn während die Kicker nach torloser erster Halbzeit ihren Pausentee in den Kabinen genossen, geschah Folgendes. Die Lampen von drei der vier zuvor hell leuchtenden Flutlichtmasten verdunkelten sich plötzlich, flackerten kurz wieder auf, um letztlich für den Rest des Abends (Clip ab Min. 2:55) schwarz zu bleiben. Das Highland Derby wurde abgebrochen. Indeed, das ist bisher in der Historie jenes Derbys buchstäblich die düsterste Episode, die sich dann wie ein Leuchtfeuer medial um die Welt ausbreitete.
Dabei sind die Lichter bei Ross County, als die kleine Arena dort ironischerweise noch nicht »Global Energy Stadium« hieß, nie ausgegangen. Selbst, so besagt es die Legende, als sich Anfang der 90er Jahre Mäzen McGregor ausschließlich im Öl-Business Aberdeens und der damals fünftklassige Ross County Football Club noch in der nebulösen wie nebligen Highland Football League gegen die Brora Rangers oder Clachnacuddin verdingte...
