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Sonntag, 9. August 2020

Singing Sunday #12: San Iker

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero« den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.

Auf Iker Casillas werden dieser Tage allerorten Loblieder abgestimmt - von Oliver Kahn undLund Messi bis zu José Mourinho. Auch Real Madrid hatte seine "Wertschätzung, Bewunderung und Liebe für eine der größten Legenden unseres Vereins und des Weltfußballs" mitgeteilt. Von den ganzen Lobhudeleien in den sozialen Medien ganz zu Schweigen.

Die inzwischen 39-jährige spanische Torwartlegende hat am 4. August offiziell sein Karriereende verkündet. Im Sommer 2019 hatte Casillas tragischerweise einen Herzinfarkt erlitten und war danach nie mehr in einem Pflichtspiel zwischen die Pfosten, zuletzt beim FC Porto, zurückgekehrt.

Auf seinen persönlichen Briefkopf, sofern er über einen verfügt, dürfte seine stolze Trophäensammlung mit Real Madrid, dem FC Porto sowie in sage und schreibe 167 Länderspielen eigentlich gar nicht passen. Die Spiegel schreibt dazu, seine Paraden sicherten die Titel. Daher tauften ihn die Spanier San Iker (Heiliger Iker). Schöner kann man es nicht formulieren.

Nach einem unwürdigen Ende bei Real Madrid im Sommer 2015 soll Vereinsikone Casillas künftig als Berater von Reals Präsident Florentino Perez wirken und damit seinen Platz im königlichen Olymp einehmen. Mit Verlaub, Welt- und Europameister San Iker dürfte wohl spätestens jetzt zum Säulen-Heiligen der ihm folgender spanischer Torwart-Generationen werden.

In dieser kleinen Rubrik gibt es nun angesichts dieser langen Laufbahn einen vergleichsweise kurzen, etwas kratzigen Chant als winkenden Tribut zum Abschied, der zum Mitsummen geradezu einlädt: Iker Casillas la-la-la-la. Nebenbei gesagt: Der Chant müsste auf die wohlbekannte Melodie des Seventies-Schlagers "Brown girl in the ring" (Tra-la-la-la) von Boney M zurückgehen.



Sonntag, 26. Juli 2020

Singing Sunday #11: »Anfield Rap«

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero« den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.

Ob Jürgen Klopp und seiner Liverpooler Meistermannschaft von 2020 dereinst Denkmäler errichtet werden, wird wohl nur der Fußballgott wissen. In mehr oder weniger huldvollen Lieder dürften sie sicher lange besungen werden. Bleibt zu hoffen, dass im Übermut der ersten Meisterschaft seit 30 Jahren in der Beatles-Stadt niemand auf die Idee kommt, Klopp, Salah undsoweiter selbst singen zu lassen. Schließlich existiert rund um die Anfield Road hier eine schaurige kleine Tradition.

Angesichts des Einzugs in das FA Cup-Finale 1988 nahmen die Kicker des FC Liverpool den ››Anfield Rap‹‹ auf, Vorsinger sind eine Korona von Liverpooler Eighties-Legenden, bestehend aus Steve McMahon und John Aldridge sowie John Barnes. Ganz zu Schweigen von Goalie Bruce Grobelaar, der mit Goldketten und übergroßen Handschuhen den Anfield-Swag der späten 80er versprüht.


Wie man gesehen hat, gibt es in dem Clip für das ganze Team einiges auf die Kappe. Übrigens, wie in jenem FA Cup-Finale, das Liverpool haushoch favorisiert gegen die sogenannte ››Crazy Gang‹‹ des FC Wimbledon um einen gewissen Waliser namens Vinnie Jones geradezu sang- und klanglos verlor...

Sonntag, 3. September 2017

Singing-Sunday #10: »Who’s the best? Höwedes!«

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero« den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.
 
Neben der WM-Qualifikation bestimmt seit Tagen der atemberaubende Abgang von Schalke-Ikone und Weltmeister Benedikt »Bene« Höwedes die Schlagzeilen. Übrigens eingedenk der Gewissheit, dass Reisende offenbar doch aufgehalten werden können, wenn man es auf Schalke gewollt oder richtig angestellt hätte. Darauf lässt die Höwedes'sche Abschiedsbotschaft mit allerlei Versalien sowie subtiler Grätsche gegen Schalkes Trainernovizen Tedesco schließen, nachdem dieser ihn als Kapitän und Stammspieler guillotiniert hatte.
 
Anders als von ihm weiland gewünscht ist es zwar nicht das Mutterland des Fußballs geworden - dafür die edle Alte Dame des Calcio. Buon giorno, Turin! Bei Juventus kickt Höwedes bald in der Champions League. Man darf hoffen, dass Höwedes sich mit der Nummer 21 auf dem Rücken, die Pirlo und Zidane auch schon bei Juve trugen, durchbeißen wird. So wie einst bei der WM 2014 in Brasilien - als linker Außenverteidiger des sogenannten Ochsenspieß. Zu seinem Abschied ging obendrein ein kleines Rührstück viral, in dem »Bene« Höwedes im schönstem Denglisch bene besungen wird.

Dieser schon ein Jahr alter Tribut erklingt dank eines unbekannten Trios in Horror-Maske, mit Cowboy-Hut und Perücke sowie Hirschgeweih in Händen. Nach jener Combo sucht Höwedes mittlerweile eifrig, um sie zu einem Spiel einzuladen. Dann hoffen wir einmal zum guten Schluss, dass sich hinter jener Maske nicht Olaf Thon und unterm Cowboy-Hut mitsamt Klampfe Christoph Metzelder verbergen. Es gilt ja: Einmal Schalker, immer Schalker. Also, Song ab für »Who’s the best? Höwedes!«.
 

Sonntag, 27. August 2017

Singing Sunday #9: Wayne Rooney sings...

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero«  den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.

Englands Fußball-Ikone Wayne Rooney reitet allmählich in den Sonnenuntergang seiner abwechslungsreichen Kickerkarriere, von deren Anekdoten sich Bücher über Bücher füllen lassen. An dieser Stelle werden Höhepunkte bei Bordellbesuchen oder Gelagen einmal ausgeklammert. Schließlich schrieb Rooney zuletzt noch einmal Geschichte. Inzwischen vom Abstellgleis bei Manchester United in die offenen Arme seines Jugendklubs FC Everton zurückgekehrt, schoss Rooney gegen Manchester City sein 200. Premier League-Tor. Damit zog er neben Rekordtorschütze Alan Shearer in den eher einsamen Klub der Torjäger mit mehr als 200 Premier League-Treffern ein. Mit bald 32 Jahren hat Rooney vermutlich nicht mehr allzu viele Spielzeiten vor sich, um Shearers Rekord von 260 goals zu knacken. Doch der seltsam fit und austrainiert wirkende Rooney scheint sich nur noch auf Everton und vielleicht diesen Rekord konzentrieren zu wollen, erklärte er doch vor wenigen Tagen seinen Rücktritt aus Englands Nationalteam, deren Rekordtorschütze Rooney längst ist.       

Was Rooney dann irgendwann nach seinem Karriereende treiben könnte, darüber lässt sich gewiss vortrefflich rätseln. Vielleicht singt er ja. Schon seit einigen Jahren umweht Rooney die Anekdote, wie zu Anfang seiner Zeit bei Manchester United versucht hat, neben dem Rasenrechteck zu einem „Gitarrengott“ zu avancieren. Seine Herzensdame Colleen hatte daher weiland die großartige Idee, ihm eine von Noel Gallagher signierte Klampfe zum Geburtstag zu schenken. Diese Steilvorlage ließ sich der knurrige Oasis-Boss, ganz Manchester City-Edelfan nicht entgehen. Kurzum besprühte er das ihm übersandte Instrument in Citys hellblauer Vereinsfarbe samt dem Refrain der City-Hymne »Blue Moon« und schickte die unschuldige Klampfe an die unbedarfte Colleen zurück. Ob sie Rooney gefiel, ist nicht bekannt. Er soll sie dem Vernehmen nach für einen guten Zweck versteigert haben.

All das hat Rooney indes nicht gehindert, vor einigen Jahren im karibischen Sommerurlaub in einer Karaoke-Bar auf Barbados den Oasis-Klassiker »Wonderwall«  zum Besten zum geben, ganz ohne irgendeine Gitarre versteht sich. Zum Einsingen der offenbar schon gut geölten Stimme Rooneys dürfen zuvor die Beatles-Songs »Yesterday« und in Anklängen »Hey Jude« herhalten. Man merkt, Everton gehört halt doch zu Liverpool...Song(s) ab!

 

Sonntag, 20. August 2017

Singing Sunday #8: Thierry Henry Song

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero«  den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.

Chapeau, Thierry Henry. Der Franzose ist bei Arsenal eine lebende Legende. Anlässlich ihres 125-jährigen Klubjubiläums kredenzten die Gunners ihrem Rekordtorschützen bereits 2011 vor ihrer schmucken Arena in Ashburton Grove eine Statue. Henry, the King of Highbury, ist neben Tony Adams und Trainer-Idol Herbert Chapman der einzige, dem diese Ehre bisher zuteil wurde. Grinsende Fans vom Nord-Londoner Erzrivalen Tottenham, die in Henrys Denkmal eine veritable Taubentoilette sehen? Geschenkt. Schließlich wurde Henry, bis auf diesen einen trüben Moment im November 2009 in Dublin, stets hochverehrt. Hängen wir also einer Eloge der WELT nach, die weiland notierte:
»Mehr als nur Klublegende ist der Franzose in England auch einer dieser wenigen Spieler, die quer über Vereinsgrenzen verehrt werden. Seine fast mühelose Lässigkeit, seine Finesse vor dem Tor gaben dem Rackerfußball der Premier League eine aristokratische Note.«
Seine Stiefel hat Henry mit müheloser Lässigkeit unlängst an den Haken gehängt. Er verdingt sich mittlerweile nicht nur als TV-Experte, alldieweil er zudem als Assistenzcoach der belgischen Nationalmannschaft erste Schritte im Trainergeschäft macht. Am Donnerstag feierte Henry nun seinen 40. Geburtstag. »Der Libero« gratuliert, und zwar mit dem Thierry Henry Song, einem ganz und gar arsenalisierten Covers von »(Is This The way to) Amarillo«, der sich gesungen vom altvorderen britischen Barden Tony Christie zum Gassenhauer wurde. Oma und Opa sowie Reinhold Beckmann kennen den bestimmt noch. Song ab!
 

Sonntag, 13. August 2017

Singing Sunday #7: The Sound of Silence

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero«  den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.
 
Mehmet Scholl, der kantig-knarzige Kommentar, im Ersten? Das war einmal.  Das Mikrofon an der Seite der Herren Opdenhövel, Delling oder Bommes nimmt künftig ein anderer in die Hand als der einstige Netzer-Nachfolger mit den flotten Sprüchen und der a bisserl koketten Abneigung gegen Laptoptrainer. Schade eigentlich. Mario Gomez muss nun jedenfalls nicht mehr in Deckung gehen. Auch wenn Scholli fachlich mitunter nicht so ganz auf Ballhöhe wirkte wie Olli Kahn im Zwoten, war es doch mit ihm überwiegend unterhaltsam. Mein lieber Scholli, was er wohl nun so eigentlich macht?
 
Vielleicht reaktiviert Scholl seine Trainerkarriere, sucht erneut den Kick beim Kegeln oder beginnt wieder zu kompilieren. So wie einst als cooler Kicker, der fast eine Handvoll CD-Sampler seiner Lieblingssongs zusammenstellte. Aus »Vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Mehmet Scholl kompiliert, Vol. 1«, dem vorgeblich von Musikexperten hochgelobten Sampler folgt nun das Stück »The Sound of Silence« von der einstigen Münchner Indie-Band The Chamberdeacons , mit einem schmissigen Cover des Simon & Garfunkel-Klassikers. Angesichts der zu erwartenden Scholl'schen Funkstille in der weiten Welt des Fußballs dürfte der Titel nicht ganz abwegig sein. Song ab.
 

Sonntag, 6. August 2017

Singing Sunday #6: Stärkster Stier

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero«  den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.

Was den Beliebtheitsgrad von RB Salzburg betrifft, ist es sicher keine verwegene Annahme, dass viele eine Mozartkugel dem österreichischen Serienmeister vorziehen würden. Nachdem die Roten Bullen gegen den kroatischen Meister HNK Rijeka bei ihrem nunmehr zehnten Anlauf in der Champions League-Qualifikation gescheitert waren, war es nicht unbedingt erstaunlich, dass dies dem Hohn und Spott in der weiten Welt des Fußballs geradezu, ja, Flügel verlieh. Das Hamburger Abendblatt schlagzeilte etwa spitz: »'La Decima': Bullenanlauf geht wieder in die Dose«.

In Anlehnung an Real Madrids zehnten Erfolg in der Königsklasse hatten nun die Salzburger angesichts ihres traurigen Jubiläums ihr eigenes »La Decima«. Wer weiß, was gewesen wäre, wenn der Brauseklub seinen stärksten Stier als Talisman mit nach Kroatien genommen hätte. Dies ist im Übrigen mitnichten der einstige Bayern-Kämpfer Franz Roth, der den FC Bayern in den wilden Siebzigern zu mehreren Europapokalsiegen schoss, zum Ausklang seiner Karriere bei einem der RB-Vorgänger Casino Salzburg kickte und obendrein den für den Dosenklub wohl passendsten Spitzenamen »Bulle« Roth trägt. Vielmehr geht es um Salzburgs Maskottchen namens Bullidibumm.

Der rote Stier mit den weißen Hörnern ist im Orbit des Brauseklubs offenbar eine derart feste Größe, dass die klubeigene Marketingabteilung ihm zu Ehren mit Blick auf die jüngsten Salzburger Fans gar das Liedchen »Bullidibumm ist der stärkste Stier« konstruiert geschaffen hat. Dieser Song soll nun nicht etwa auf die Hörner genommen werden, sondern zur Ermunterung gespielt werden...
 

Sonntag, 30. Juli 2017

Singing Sunday #5: Hymnen über Hertha

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero«  den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.

HA-HO-HE-Hertha BSC. Die Alte Dame feiert dieser Tage ihren 125. Geburtstag. Längst hat sie sich in der Bundesliga etabliert. Längst vorbei sind die dunklen Tage, als dort Tasmania, TeBe oder Blau-Weiß 90 Berlin vertraten. Längst vorüber sind Europapokalabende, als die Hertha vor der Mattscheibe andere deutsche Teilnehmer anschmachtete, wenn diese mit dem aserbaidschanischen Vizemeister über das europäische Parkett tanzten. Mit Pal Dardai auf Herthas Trainerbank wirkt die Alte Dame rüstiger denn je und wird dort nun selbst wieder ihr Tanzbein schwingen. Einen kleinen Vorgeschmack hierauf gab es bereits gestern im großen Jubiläumsspiel gegen den FC Liverpool, der zufällig ebenfalls in diesem Jahr 125 years old wird und die Hertha mit 3:0 bezwang.
 
Die kernige Legende Dardai gehört genauso zur Alten Dame wie ihre wechselhafte Geschichte oder auch die Hertha-Hymne »Nur nach Hause« von Frank Zander vor jedem Heimspiel im Olympiastadion. Es existiert zwar ein wahres Füllhorn voller Liedchen jeglicher Variation über die Jubilarin. Keines konnte jedoch bisher Zanders Rührstück das Wasser reichen. Wäre da nicht Zanders alter und vor Kurzem von uns gegangener Kumpel Gunter Gabriel mit seiner Klampfe gewesen. Denn Gabriel nahm vor einigen Jahren selbst eine eigene Hertha-Hymne auf, da ihm Zanders Song angeblich etwas zu lahm war. Für den obligatorischen Video-Clip zwängte sich der leidensfähige Country-Barde in einen rot-schwarzen (!) Hertha-Dress, um im Refrain dann sowas zu säuseln:
»Mein Herz schlägt für Hertha. Ja, dieser Club hat Sexappeal … für dich hab ich ein zärtliches Gefühl …«.
Hertha geht's nicht? Zander nahm Gabriels hymnische Grätsche gelassen. Frank und frei verwies er darauf, dass doch jeder einen Hertha-Song schreiben dürfe, er Gabriel aber noch nie im Olympiastadion gesehen habe. Sei es drum: Song ab für Gabriels Hertha-Hymne, die sich auf der Country-Umlaufbahn irgendwo zwischen Truck Stop und einem Hauch von Johnny Cash bewegt...
 

Sonntag, 23. Juli 2017

Singing Sunday #4: Der Philipp Lahm Song

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero«  den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.
 
Philipp Lahm: Der clevere Kopf und wohl beste Außenverteidiger seiner Zeit hat seine Stiefel unlängst an den Nagel gehängt. In seiner schier perfekten Laufbahn sammelte der Kapitän unserer Weltmeisterelf von 2014 so viele Titel, dass deren Anzahl doch fast jeden Briefkopf sprengen würde. Respekt allerorten hat er stets erhalten, innige Zuneigung von den Rängen empfingen in seiner Spielergeneration zumeist die Volkstribunen Schweinsteiger und Podolski. Nach dem finalen Servus von Lahm im Mai hat sich nun noch eine weitere, ihm in seiner stolzen Titelsammlung noch fehlende Ehrung dazugesellt. Wie heute bekannt wurde, ist Philipp Lahm vor Toni Kroos zum Fußballer des Jahres 2017 gekürt worden. Gratulation!

Und noch etwas. Wie sich zeigt, sind über Lahm wider Erwarten doch Lieder geschrieben und sogar gesungen worden. Jener Philipp Lahm Song von der Combo »Die Lahmentierer« (!) ist bereits verflixte sieben Jahre alt und schwirrte bislang eher unbemerkt an diesem Fußball-Blog vorbei. Warum das so ist, darüber soll an dieser Stelle lieber nicht und vor allem nicht lange la(h)mentiert werden. Daher, bitte den Tusch für Philipp Lahm, ähm, den Philipp Lahm Song ab. Ja, mei...
 

 

Sonntag, 20. September 2015

Singing Sunday #3: Eine Ode an Ewald Lienen

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero«  den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.

Es zeugt von Takt, wenn dieser Tage auf Tribünen, im Netz und sonstwo Unterstützung für die aufrechte und aufrichtige Haltung des FC St. Pauli erklingt. Die Diekmann'sche Grätsche gegen den Klub und dessen Werte war im übertragenen Sinne so blutig wie jene, mit der einst Norbert Siegmann den jungen und zotteligen Ewald Lienen fällte. Jener Ewald Lienen ist bekanntlich längst auf St. Pauli als Trainer angekommen und wirkt als bester Pauli-Botschafter nicht nur an den Seitenlinien der Rasenrechtecke fast emblematisch für den Klub. Knorrig, kritisch, eigenwillig, ehrlich, weltoffen. 

Es fühlt sich mitunter an, als habe Ewald Lienen in seiner langen Karriere schon immer als Pauli-Trainer seine Zettel vollgekritzelt. Kurzum: Der Topf scheint einen Deckel gefunden zu haben. Kein Wunder, dass der Heilige Ewald schon nach wenigen Monaten als Dank für den mit Blut, Schweiß und Tränen erkämpften Zweitliga-Klassenerhalt Ende Mai bereits ein eigenes Lied kredenzt bekam. Daher folgt nun Fettes Brot mit einer Ode an Ewald Lienen.

 

Sonntag, 6. September 2015

Singing Sunday #2: Flower of Scotland

Immer mal wieder sonntags präsentiert »Der Libero«  den »Singing Sunday«. Denn schließlich existieren im Fußball-Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.  

Das Singen der Hymnen stellt vor dem Anpfiff von Länderspielen ein schier sakrales Ritual dar. Noch schöner ist sicherlich, wenn sich die Hymne dabei auch noch gut anhört. Vielleicht lässt sich gar am morgigen Montag  in Schottland erwarten, falls Amy McDonald Zeit hat, ihre schottischen Landsleute im Glasgower Hampden Park auf das allseits mit Spannung erwartete Duell mit der Elf von Jogi Löw im wahrsten Sinne des Wortes einzustimmen.

Und vielleicht stimmt vor seinem Fernsehschirm oder gar im Stadion auch Ur-Bond Sean Connery, der jüngst 85 Jahre alt wurde, mit ein oder wippt zumindest mit den Füßen, wenn Schottlands inoffizielle Nationalhymne »Flower of Scotland« im ehrwürdigen Rund des Hampden Parks ertönt.


Dankeswerterweise hat Trainer Baade bereits unlängst einen ähnlichen  Clip ausgegraben. Last, but not least sollte man übrigens nicht mit einem Blick auf die schottischen Balljungenschlingel geizen, denn winken und zwinkern in thomasmüllerhafter Manier ist angesagt. Wonderful!
 

Sonntag, 23. August 2015

Singing Sunday #1: Dante

Immer mal wieder sonntags soll es in diesen Blogwänden hoch hergehen. Musikalisch versteht sich. Schließlich existieren im Orbit einfach zu viele musikalische Preziosen von schönen Chants oder gar singenden Fußballern, deren herbe Stimmgewalt zuweilen jedem Shanty-Chor erstaunen lässt.  »Der Libero« hofft daher, dass seinen Lesern nicht das Sehen und Hören vergeht...

Den Anfang machen soll ein einst fröhlicher Brasilianer namens Dante, der beim FC Bayern so wie einst Katsche Schwarzenbeck die Numero Vier trägt, dessen Dienste bei Bayern-Coach Pep Guardiola leider nicht mehr so gefragt sind. Wir erinnern uns, dass Dante während der famosen Triple-Saison der Bayern den bajuwarischen Abwehrchef gab und seinerzeit fast nicht mehr aus dem Singen herauskam.

»Sing, when you're winning!« ist das Stichwort. Der damals noch fröhliche Stopper do Brasil schlug in jenem Frühsommer 2013 gleich mit zwei Nümmerchen in die deutschen Musik-Charts ein, was übrigens noch keinem Fußballer vor Dante gelang - nicht einmal dem »Kaiser«. Dantes schaurig-schöne Songs  heißen »Und Pokal auch« (Platz 79) und »Wir gewinnen die Meisterschaft« (Platz 88).


Beide Songs basieren auf einem schlichten Video-Ständchen, das Dante den Bayern aus Brasilien schickte, da er anlässlich des Confed-Cups nicht beim Pokalfinale 2013 dabei sein konnte. Leider ist Dante derzeit nicht mehr zum Singen zumute...