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Donnerstag, 4. September 2014

Aílton, oho!

Am Samstag erhält Aílton Gonçalves da Silva, der schillernde »Kugelblitz«, im Bremer Weserstadion sein lang angekündigtes Abschiedsspiel unter dem Motto »Das Ailton« und hat damit wohl seinen allerletzten großen Auftritt auf der Fußballerbühne. Werder zu verlassen, bedauerte Aílton einmal als den großen Fehler seiner Karriere. Doch dies ist nun ein Jahrzehnt und damit lange her.

Für Werders mittlerweile 41-jährige Ikone endet nun am Samstag eine sehr lange Reise nach 21 Jahren als Fußballprofi, in denen der Bundesliga-Torschützenkönig von 2004 laut Wikipedia für genau 21 Klubs auf Torejagd ging - zum Schluss in der unterklassigen Provinz in Oberneuland oder für Hassia Bingen. Einige Namen der Klubs lassen sich neben Werder wirklich hören, wie z. B. Schalke 04, der HSV, der MSV Duisburg, Roter Stern Belgrad, Grasshoppers Zürich oder Besiktas Istanbul. Andere wiederum nicht, wenn sie wie das österreichische Klübchen Altach auf den bezeichnenden Namen Cashpoint hörten...


Eine Art Denkmal hat man Aílton jedenfalls nur in Bremen mit jenem Abschiedsspiel gesetzt. Ansonsten fiel mir neulich, sagen wir mal, eine kleinere Ausgabe eines Denkmals sozusagen im eigenen Schrank in die Hände. Es ist eine Dose mit Aíltons Konterfei, die quasi selbstredend den Namen »Kugelblitz« trägt und sich als »Das Ailton«- Energydrink!  versteht. Zu guter Letzt verheißt sie dem Käufer gar, dass man nach dem Genuss des Drinks selbst zum Kugelblitz wird. So, als habe ein weißbärtiger Druide den Drink gebraut.

Ein verheißungsvoller Schluck dieses vermeintlichen Zaubertrunkes hat sich für mich zwar noch nicht ergeben. Mit Aíltons Karriereabpfiff am Samstag existiert nun aber definitiv ein würdiger Anlass. In dem Sinne: »Aílton, oho!«

Sonntag, 22. Juli 2012

Ailton und das Asterix-Prinzip

Die Tore der Euro 2012 sind alle längst gesch(l)ossen. Ansonsten herrscht im Fußball Sommerpause. Wäre da nicht Ailton. Denn der läuft mir zurzeit ständig über den Weg, obwohl Ailton nie als Laufwunder made in Brazil bekannt war. Allerdings scheint der inzwischen 39-Jährige wieder dick im Geschäft zu sein. Kürzlich etwa gab Ailton die Galionsfigur der „Radkappen Weitwurf WM“ , die im emsländischen Meppen (# SV Meppen) veranstaltet wurde. Traurig, aber wahr.

Doch selbst im Fußballzirkus ist Ailton Gonçalves da Silva wieder mal im Gespräch. Wie man an diesem Sonntag so lesen kann, soll der Weltenbummler nun ein Jahr lang für den Sechstligisten Hassia Bingen seine Törchen erzielen. Ob sie am Rhein etwa auf Ailton aufmerksam geworden sind, als der „Kugelblitz" himself neulich bei einer Tournee durch Sonderpostenmärkte seinen eigenen Energydrink feilbot?

Den Drink gibt es übrigens in einer stylischen Dose, die Ailtons Konterfei ziert. Selbstverständlich heißt der Drink „Kugelblitz“, versteht sich als „Das Ailton“- Energydrink!  und verspricht nicht weniger, als dass man nach einem Schluck selbst zum Kugelblitz wird. In so manchem Sonderpostenmarkt ist die Dose übrigens neben den Restbeständen von original-verpackten Goleo-Figuren platziert. Hauptsache, es wird keine Büchse der Pandora...

Wie dem auch sei, es ist halt Sommerpause. Oder doch nicht so ganz. Denn seit Kurzem haben bereits die Quali-Runden für die Euro League begonnen. Dort treffen irische Klübchen wie St. Patricks Athletic aus Dublin auf solche aus Bosnien, die dann Siroki Brijeg heißen. Das hätte für den weitgereisten Ailton durchaus eine Bühne sein können, letztmals den international gefürchteten „Kugelblitz“ zu geben. 

Doch den einstigen Torschützenkönig der Bundesliga zieht ja nun an den Rhein. Mal sehen, wie rund er für Hassia Bingen so laufen wird. Ob ihm wohl „Das Ailton“- Energydrink! zaubertrankartig hilft, einmal noch zum Kugelblitz zu werden? Wenn ja, hätte es das selbst in Ailtons schillernder Karriere noch nicht gegeben. Ailton und das Asterix-Prinzip...

Foto: Der Libero.de

Dienstag, 3. Januar 2012

Prosit 2012 allerseits!

2012: Ich hoffe, alle Leser des LIBERO sind gut hineingerutscht. Fußballerisch hat das neue Jahr dagegen schon längst wieder begonnen. Sicher auf der Insel wurde wie eh und je gekickt.Zum Jahreswechsel machte auch ein alter Bekannter mal wieder von sich reden.

Das neue Jahr begann daher für mich mit A wie Ailton. Der Brasilianer lässt es wieder krachen und soll sozusagen auf einer Silvesterrakete nach Australien geflogen sein. Richtig, auweia - ab in den Dschungel. Nicht in die A-League, die australische Profiliga, die Ailton etwa auf seiner Weltenbummlerkarte noch fehlt. „Das ist Ailton“, könnte er dazu treffend  im gewohnt lakonischen Sound aus seinem Zitatenschatz, der genau ein Zitat enthält, kommentieren.

Doch 2012, das Jahr der Euro in Polen und der Ukraine, soll beim LIBERO mit jemandem beginnen, der einen weitaus umfassenderen Zitatenschatz hinterlassen hat. Die Rede ist vom Grandseigneur deutscher Länderspielübertragungen der goldenen 80er Jahre: Heribert „’n Abend allerseits“ Faßbender. Eine Top 5 gefällig? Zur Einstimmung auf die Euro mit geographischen Finessen? Bitte schön, werde wie Heribert Faßbender:

1. „Norwegen in rot, die deutsche Mannschaft, das muss ich Ihnen nicht mehr sagen und da brauche ich auch gar nicht viel zu erklären, wie so oft - wie eigentlich immer, wie fast immer, in den Farben, die Sie kennen: In den weißen Trikots und den schwarzen Hosen! Aber, meine lieben Zuschauer, das wissen Sie ja sicher auch so, da muß man keine großen Worte mehr verlieren.“

2. „Und jetzt skandieren die Fans wieder: "Türkiye! Türkiye!", was so viel heißt wie "Türkei! Türkei"

3. „Da singen sie: We are red, we are white, we are Danish Dynamite - Wir sind rote, wir sind weiße wir sind dänische..., äh...“

4. „Toulouse or not to lose, das ist hier die Frage. Bitte verzeihen sie mir diesen kleinen Kalauer.“

5. „Oliver Neuville, der europäischste Europäer, den man sich am heutigen Abend überhaupt vorstellen kann: Vater Deutscher, Mutter Italienerin und Großvater Belgier - von dem er auch den Namen hat! Sonst würde er "Neustadt" heißen!“


Das neue Fußballjahr und die Euro in Polen und in der Ukraine können also kommen oder frei nach Heribert Faßbender gesagt: Prosit 2012 allerseits!